Recruiting als Wertschöpfung

Wenn aus Finden echtes Binden wird

Recruiting ist kein administrativer Akt, sondern das strategische Nadelöhr für Unternehmenswachstum. Es geht darum, die richtigen Menschen auf sich aufmerksam zu machen, zu finden und langfristig zu binden. Dabei ist Folgendes nicht außer Acht zu lassen: Passt die Person zur Rolle und zu den Unternehmenswerten? Denn jede Fehlbesetzung kostet bis zu 1,5 Jahresgehälter. 
 

Passgenaues Recruiting beginnt mit der Anzeige 

Es ist erschreckend, wie austauschbar Stellenanzeigen sind. Gleichzeitig fällt auf, wie häufig offenbar nach der berühmten "Eier legenden Wollmilchsau" gesucht wird, während die Benefits-Listen inziwschen nicht selten einem Glossar ähneln. Die Qualität der Anzeige entscheidet bereits darüber, ob die richtigen Personen aufmerksam werden und steigert so gleich die Qualität der eingehenden Bewerbungen. 

Was macht eine solide Anzeige aus? Eine möglichst exakte Beschreibung der Aufgabe (basierend auf dem Stellenprofil), der erforderlichen Kompetenzen (basierend auf dem Kompetenzprofil) und Hinweise auf die gelebte Unternehmens- und Führungskultur. Angaben zu Kontaktpersonen und Bewerbungsmöglichkeiten dürfen selbstverständlich nicht fehlen. 

Pluspunkte Im Recruiting-Prozess sind außerdem Hinweise zu Gehaltsmöglichkeiten und eine Einordnung, wie der Bewerbungsprozess abläuft und wie lange er dauert. Die letztgenannten Hinweise sind z.B. schon ein Zeichen für "Transparenz" - ein zu recht häufig relevater Wert in Unternehmensleitbildern. 

Was braucht Recruiting von Interessenten?

Anschreiben, CV, Arbeits-, Ausbildungs- und Schulzeugnisse, ein Video und eine Arbeitsprobe, per Post, Mail, Whatsapp oder in ein Portal hochgeladen? "It depends" - es kommt auf die Stelle an, darauf, ob ein Berufseinsteiger oder jemand auf C-Level gesucht wird. Und es ist ausschlaggebend, welche Informationen wirklich benötigt werden, um eine qualifizierte Vorauswahl treffen zu können. Die Devise "weniger ist mehr" kann hier ein guter Ratgeber sein. Für den Bewerbenden wird es so leichter, sich zügig auf eine interessante Vakanz zu melden, für das Recruiting bedeutet es eine Entlastung, da weniger Unterlagen gesichtet werden müssen.

Bewerbungseingang und dann?

Neben einer zügigen Bestätigung und auch Bearbeitung der Bewerung ist ebenso elementar, den Kontakt mit Bewerbenden zu halten. Potentielle Kandidaten dürfen Klarheit über Abläufe, Entscheiungswege und Zeithorizonte erwarten. Auch eine Information, sollte sich etwas verzögern. 

Standardisiertes Auswahlverfahren oder Freestyle?

Standardisierung bedeutet Objektivität, ermöglicht Vergleichbarkeit. Der Grad der Standardisierung ist dabei ebenfalls von der zu besetzenden Vakanz abhängig. Natürlich gilt dies auch für die Architektur des gesamten Auswahlverfahrens: Wieviele Gespräche | Interviews werden geführt? Wann digital und wann in Präsenz? Wer ist im Auswahlgremium? Wird eine Potenzialanalyse durchgeführt? Ziel sollte eine möglichst passgenaue Besetzung der Stelle sein. Daher ist es notwendig, das Auswahlverfahren qualitativ zu gestalten und unbedingt gemeinsam mit verantwortlicher Führung und | oder zukünftigen Kollegen durchzuführen. 

Dass Freestyle keine wirkliche Option ist, sollte hieraus ersichtlich sein. 

Die Entscheidung steht fest!

Zusagen machen Spaß, Absagen eher nicht. Trotzdem kein Grund, keinen Grund anzugeben. Es ist sicher nicht leicht, ein Feedback zu formulieren, das dem Bewerbenden hilft die Entscheidung nicht zu nachvollziehen sondern v.a. nicht persönlich zu nehmen. Sich deswegen hinter rechtssicheren Textbausteinen ohne Aussagekraft zu verstecken, kann jedoch auch keine Lösung sein. Wenn möglich sollte eine knappe Rückmeldung erfolgen, nach einem Gespräch m.E. sogar ein Muss. 

Was für ein Aufwand!?

Ein guter Recruitingprozess, der nachweislich die Unternehmenskultur transportiert, mit Bewerbenden wertschätzend umgeht und sicherstellt, dass passgenaue Auswahl möglich ist, muss nicht aufwändig sein. Die positiven Effekte sind gleichzeitig immens: Zufriedenheit und Bindung und somit Leistung. So trägt Recruiting zur Wertschöpfung bei. 

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